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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


11. Dezember 2017

Flucht, Eth­nie, Reli­gi­on, Men­schen­rech­te (Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Darm­stadt)

Ver­an­stal­tung: Theo­lo­gie des Neu­en Tes­ta­ments
Dozent: Prof. Dr. Mar­tin Pött­ner
Datum: 5.12.2017, 09.50 – 11.30 Uhr
Pro­to­koll: Bet­ti­na Rei­chelt

Vor­trag von Herrn Pött­ner:
Flucht, Eth­nie, Fremd­sein und bibli­sche Reli­gi­on – hat das etwas mit den Men­schen­rech­ten zu tun?

Der Vor­trag beginnt mit der Fra­ge­stel­lung: ob wesent­li­che Gehal­te der bibli­schen Reli­gi­on mit den Men­schen­rech­ten über­ein­stim­men und bezieht sich dabei auf die

  1. allg. Erklä­rung der Men­schen­rech­te von 1948 und 1951
  2. und die Gen­fer Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on

Zunächst wer­den eini­ge bibli­sche Geschich­te als Bei­spie­le für Flucht­er­fah­run­gen des Alten Tes­ta­ments von Herrn Pött­ner erzählt:

1. „Abra­ham und Sara“ flie­hen nach Ägyp­ten als sog. Wirt­schafts­flücht­lin­ge. Abra­ham macht unwah­re Anga­ben. Dies lässt sich auf unse­re Zeit über­tra­gen.
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9. Dezember 2017

Der ers­te Mord (Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Darm­stadt)

 

Stun­den­pro­to­koll vom 05.12.201Protokollantin: Marei­ke Jahn

 

Bibel­stel­len: Gene­sis 1-3 und Beginn von Gene­sis 4,1-4,16

Wie ist der Sün­den­fall zu ver­ste­hen, was genau ist die „Sün­de“?

Zum Beginn des Semi­nars gab es die Mög­lich­keit unkla­re Stel­len aus Gene­sis 1-3 zu klä­ren, da wir uns in den Stun­den zuvor mit die­sen Bibel­stel­len tief­grün­dig beschäf­tig­ten und in die­ser Sit­zung mit Gene­sis 4 begin­nen möch­ten. Erstaun­li­cher­wei­se gab es kei­ne Unklar­hei­ten und wir konn­ten sofort mit Gene­sis 4 begin­nen. (Im Ver­lauf des Semi­nars, gab es natür­lich immer wie­der Ver­wei­se, auf Gene­sis 1-3 obwohl wir uns pri­mär mit Gene­sis 4 beschäf­tig­ten).

Gene­sis 4 trägt die Über­schrift: „Kains Bru­der­mord“, in die­ser Erzäh­lung wird zum ers­ten Mal das Wort „Sün­de“ nie­der­ge­schrie­ben. Zum einen fin­den wir das Wort Sün­de in Gene­sis 4,7 [„Ist´s nicht also? Wenn du fromm bist, so kannst du frei den Blick erhe­ben, bist du aber nicht fromm, so lau­ert die Sün­de vor der Tür, und nach dir hat sie Ver­lan­gen; du aber herr­sche über sie.“] und in Gene­sis 4,13 [„Kain aber sprach zu dem HERRN: Mei­ne Sün­de ist grö­ßer, denn das sie mir ver­ge­ben wer­den möge.“] wie­der. (more…)

6. Dezember 2017

Uni Hd (04.12.)

Zusam­men­fas­sung vom 04.12

Wir über­setz­ten Joh 20,19-21,14. Der Text ist hier seg­men­tiert bis zum Schluss von Kapi­tel 21 dar­ge­stellt.

19Οσης ον ψας τ
μρ
κεν τ μι σαββτων

κα τν θυρν κεκλεισμνων

που σαν ο μαθητα δι τν φβον τν ουδαων,

λθεν
ησος

κα
στη ες τ μσον κα λγει ατος·

ερνη μν.

20κα τοτο επν δειξεν τς χερας

κα τν πλευρν ατος.

χρησαν ον ο μαθητα
δντες τν κριον.

21επεν ον ατος [
ησος] πλιν·

ερνη μν·

καθς πσταλκν με πατρ,

κγ πμπω μς.

22κα τοτο επν νεφσησεν

κα λγει ατος·

λβετε πνεμα γιον·

23ν τινων φτε τς μαρτας φωνται ατος,

ν τινων κραττε κεκρτηνται.
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3. Dezember 2017

Vor­trag Darm­stadt 05.12.

Flucht, Eth­nie, Fremd­sein und bibli­sche Reli­gi­on – hat das etwas mit den Men­schen­rech­ten zu tun?

Der Titel for­mu­liert eine Fra­ge, die sich mir in den letz­ten 25 Jah­ren deut­li­cher gestellt hat. Mir hat es nie genügt, wenn bibli­sche Tex­te zu die­sen The­men in den Vor­der­grund gestellt wur­den – und dann gefor­dert wur­de, Politiker/innen han­delt bit­te so! In den Jah­ren 2015ff hat sich der Rats­vor­sit­zen­de der EKD Bed­ford-Strohm z. B. in Talk­shows in die­se Rol­le drän­gen las­sen. Wor­um es aber gehen müss­te, ist zu über­prü­fen, ob wesent­li­che Gehal­te der bibli­schen Reli­gi­on mit den Men­schen­rech­ten über­ein­stim­men – oder ob das nicht der Fall ist. Ob also Men­schen wie Bea­trix von Storch recht haben, wenn sie ein beson­de­res Recht des Schut­zes des deut­schen Vol­kes anneh­men, das etwa durch die angeb­li­che Grenz­öff­nung durch Ange­la Mer­kel im Sep­tem­ber 2015 infra­ge gestellt wor­den sei.

Ich behan­de­le das in zwei Schrit­ten, die zur Dis­kus­si­on ein­la­den sol­len – und daher man­che Sach­ver­hal­te the­sen­haft auf den Punkt brin­gen:

  1. Wor­in besteht die bibli­sche Bot­schaft zu den ange­spro­che­nen The­men?

Für mich sind das die aus­schlag­ge­ben­den Tex­te der Men­schen­rech­te, die nor­ma­tiv sind. (more…)

Fremd­sein, Eth­nie (Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Darm­stadt)

Pro­to­koll Theo­lo­gie des Neu­es Tes­ta­ment vom 2811.17 von MK

Die zitier­ten Bibel­stel­len stam­men aus der Luther­über­set­zung 2017

The­ma: Pro­phe­ti­sche Tex­te

All­ge­mei­ne struk­tu­rel­le Hin­wei­se:

Nach Erzäh­lun­gen (Gene­sis und Exo­dus) und Geset­zes­tex­ten (Exo­dus und Levi­ti­kus) kommt jetzt eine Betrach­tung einer drit­ten Mög­lich­keit, die auch zeit­über­grei­fend ist.

Die behan­del­ten Bibel­stel­len wur­den ver­mut­lich zu unter­schied­li­chen Zei­ten geschrie­ben.

Jere­mia wur­de wahr­schein­lich vor dem Exil geschrie­ben. Eze­chiel wur­de recht sicher im Exil geschrie­ben.

Sacha­ria und Malia­chi sind Pro­phe­ten die in der nach dem Exil neu ent­wi­ckel­ten reli­giö­sen Kul­tur ent­stan­den sind (per­si­sche und grie­chi­sche Peri­ode).

Gemein haben die Pro­phe­ten ein kri­ti­sches Auf­tre­ten. Unab­hän­gig von der poli­ti­schen Macht bezie­hen sie sich auf die Reli­gi­on. (more…)

Ver­gleich Gen 1-3 (Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Darm­stadt)

Ist die Para­die­s­er­zäh­lung eine Erzäh­lung vom Sün­den­fall?
Zusam­men­fas­sung vom 28.11.2017
Bibel­stel­len: Gene­sis 1-3


FB 02: Geschichts- und Kul­tur­wis­sen­schaf­ten

Insti­tut für Theo­lo­gie und Sozi­al­ethik

Ver­an­stal­tung: Theo­lo­gie des Neu­en Tes­ta­ments

Dozent: Prof. Dr. Mar­tin Pött­ner

Refe­ren­tin: A. W.

Zusam­men­fas­sung der Sit­zung am 28.11.2017

Der Ein­stieg der Sit­zung erfolgt durch das Auf­grei­fen offen geblie­be­ner Fra­gen der letz­ten Sit­zung vom 21.11.2017. Wir beschäf­tig­ten uns mit den Fra­gen, „Ist Gen 3 eine Sün­den­fall-Erzäh­lung?“ und „Wel­che Rol­le spielt die Schlan­ge in Gen 3?“ Außer­dem ergibt sich im wei­te­ren Ver­lauf die Fra­ge, ob „mit dem Sün­den­fall der Sex zwi­schen zwei Men­schen gemeint ist?“ bzw. „ob mit dem Sex die Sün­de in die Welt gekom­men ist?“ (more…)

29. November 2017

Grie­chi­sche Lek­tü­re des Johan­nes­evan­ge­li­ums (Uni Hd)

Wir über­setz­ten 19,25-30; 20,1-18.

25Εστκεισαν δ παρ τ σταυρ τοησο

μτηρ ατο

καἡ αδελφ τς μητρς ατο,

Μαρα το Κλωπ

κα Μαρα Μαγδαλην.

26ησος ον δν τν μητρα

κα τν μαθητν παρεσττα ν γπα,

λγει τ μητρ·

γναι,


δε υἱός σου.

27ετα λγει τ μαθητ·

δε μτηρ σου.

καπ‘ κενης τς ρας λαβεν μαθητς ατν ες τδια.

 28Μετ τοτο εδς ησος


τι δη πντα τετλεσται,

να τελειωθ γραφ,

λγει·

διψ.

29σκεος κειτο ξους μεστν·

σπγγον ον μεστν το
ξους σσπ περιθντες

προσνεγκαν ατο τ στματι.

30τε ον λαβεν τ
ξος [] ησος επεν·

τετλεσται, κα κλνας τν κεφαλν

παρδωκεν τ πνεμα.
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26. November 2017

Die Para­die­s­er­zäh­lung (Tech­ni­sche Uni Darm­stadt)

Wir erkann­ten, dass der Text Gen 2,4b-3,24 offen­bar „flie­ßen­der“ als Gen 1,1-2,4a erzählt ist, der durch sei­ne Tagstruk­tur eine Art Lis­ten­ein­druck ver­mit­teln könn­te. Zur Aus­le­gungs­ge­schich­te vgl. hier. Zum bes­se­ren Ver­ständ­nis bemüh­ten wir uns, den Erzähl­bo­gen zu erar­bei­ten.

Nimmt man/frau Gen 1,1ff als Maß­stab, könn­te das Erzähl­te ab dem drit­ten Tag spie­len. Das sehen wir uns in der nächs­ten Sit­zung genau­er an.

2,4b erschien als ähn­li­che Über­schrift wie 1,1. Nach der Situa­ti­ons­schil­de­rung schafft Gott, der Herr, den Men­schen als Töp­fer aus Lehm – und bläst ihm gött­li­chen Atem in die Nase (2,7). Dann beginnt er mit Gar­ten­bau, die Strö­me deu­ten mög­li­cher­wei­se dar­auf­hin, dass der Gar­ten Eden, das Para­dies in Meso­po­ta­mi­en lie­gen könn­te.
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24. November 2017

Zusam­men­fas­sung vom 21.11.

Wir nah­men eine eth­nisch zuge­spitz­te Form der jüdi­schen Reli­gi­on im per­sisch domi­nier­ten Judäa des 5. Jhdts. v. d. Z. wahr, wie sie durch Esr 8 und Neh 13 reprä­sen­tiert ist. Bei­de Tex­te sind an den Dis­kurs über die ande­ren Völ­ker in Kana­an ange­schlos­sen, der im Exo­dus beginnt und mit der Land­nah­me im Buch Josua dann bedeu­tend wird und bis zu 2 Kön reicht. Die mono­the­is­ti­sche Poin­te von Dtjes (z. B. Jes 45,4) ist hier unbe­kannt. Ver­ehrt wird in Jeru­sa­lem der eifer­süch­ti­ge JHWH, der unter­sagt, Hei­ra­ten mit Ange­hö­ri­gen sol­cher kana­a­näi­schen Eth­ni­en ein­zu­ge­hen, weil dadurch ande­re Göt­ter oder Göt­tin­nen ver­ehrt wer­den könn­ten.

Wir mach­ten uns klar, dass biblisch das Buch Ruth (Moab) und das Buch Esther (Per­si­en) Gegen­ent­wurf dar­stel­len, sodass bis zum heu­ti­gen Tag im Juden­tum kei­ne Einig­keit zu die­ser Fra­ge besteht.

23. November 2017

Zusam­men­fas­sung vom 20.11. (Uni Hd)

 

Wir über­setz­ten Joh 17,16-26.

κ το κσμου οκ εσν

β καθς γ οκ εμ
κ το κσμου.

17α γασον ατος ν τληθείᾳ·

β λγος σς λθειστιν.

18a καθς μπστειλας ες τν κσμον,

b κγπστειλα ατος ες τν κσμον·

19a καπρ ατν γγιζω μαυτν,

b να σιν κα ατογιασμνοι ν ληθείᾳ.

    20a Ο περ τοτων δρωτ μνον,

λλ κα περ τν πιστευντων δι το λγου ατν ες μ,

21a να πντες ν σιν,

b καθς σ,

c πτερ,

d ν μο κγ ν σο,

e να κα ατον μν σιν,

να κσμος πιστεύῃ

τι σ με πστειλας.
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