1 Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Weingärtner.
2 Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, wird er wegnehmen; und eine jede, die Frucht bringt, wird er reinigen, dass sie mehr Frucht bringe. (weiterlesen…)
1 Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Weingärtner.
2 Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, wird er wegnehmen; und eine jede, die Frucht bringt, wird er reinigen, dass sie mehr Frucht bringe. (weiterlesen…)
Natürlich stand der Chor der „Himmlischen Heerscharen“ mit Recht in einem Fokus der Aufmerksamkeit. Er singt aber wenig militärisch vom „Frieden auf Erden“, der von dem in ärmlichen Verhältnissen geborenen göttlichen Kind ausgeht. Dieses steht im Gegensatz zum Kaiser Augustus, der für eine Steuerschätzung verantwortlich ist, weshalb Josef mit seiner schwangeren Frau Maria in seine Heimatstadt Bethlehem musste. Der Text erweckt mithin den Eindruck, dass die mit Kaiser August verbundene Pax Romana, der „Frieden des Römischen Reiches“ zumindest etwas komplizierter zu betrachten ist.
Die „Hirten auf dem Feld“ stehen für eine wenig wohlhabende Bevölkerungsgruppe, die das Kind aufsucht. Symbolisch erinnern sie aber auch an die Davidstorys, denen zufolge der Hirtenjunge David zum ersten König Israels wurde, woran zeitgenössische messianische Hoffnungen im Judentum anknüpften – und die auch ein Problem des frühen Christentums darstellten.
Wir haben uns mit 2,4b-3,24 aus dem ersten Buch Mose beschäftigt. Wir verstanden schnell, dass das Gliederungsprinzip dieses Textes anders als dasjenige von 1,1-2,4a ist.
Die zweite Regel der Textgliederung lautet: Texte können dadurch in Abschnitte untergliedert werden, indem man beachtet, ob Themenwechsel oder -differenzierungen vorkommen. (weiterlesen…)
In der letzten Sitzung haben wir kurz den Utilitarismus gestreift und uns hauptsächlich erneut mit den Fragen der Diskursethik befasst.
Die Existenzphilosophie, die später mit Sartre u. a. zum „Existenzialismus“ wurde, beginnt in der Zeitphase, die wir mit Schleiermachers Entwurf wahrgenommen haben – und ist mit dem Namen Søren Kierkegaard verbunden. (weiterlesen…)
Richter 15 ist eine Geschichte von Simson oder Samson, der ein überaus starker junger Mann ist – und sein Leben Gott geweiht hat, wie der Kontext zeigt. Er gerät in einen Familienstreit, der sich dann zu einer Gewaltspirale aufbaut, die gerade nicht nach dem Prinzip „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ verläuft, sondern zu einer beachtlichen kriegerischen Auseinandersetzung mit den Philistern führt. (weiterlesen…)
Unser erster alttestamentlicher Text war Gen (1. Mose) 1,1-2,4. 1,1 scheint eine Art Überschrift zu sein, die dann ab 1,2 ausgeführt wird.
Bei der Lektüre eines Textes und dem Sprechen darüber in einer Gruppe stellt sich als erste Aufgabe, dass man den Inhalt erfasst – und bestimmt, wie dieser Inhalt im Text gegliedert vorgetragen wird.
Die erste Regel bei der Erfassung eines Textes lässt sich als Frage so formulieren: Wie ist der Text gegliedert? (weiterlesen…)
Liebe Gemeinde,
Karfreitag und Ostern sind vorbei, der Weg zu Pfingsten hat begonnen. In dieser Zeit besinnen wir uns auf den Weg der Schüler/innen mit dem auferstandenen Jesus – bis der Geist die Schüler/innen erfasst, der Glauben geweckt, das Vertrauen ermutigt ist und die Gemeindebildung im eigentlichen Sinn beginnt. Es sind also an den Feiertagen und Sonntagen im Kirchenjahr stets Aspekte, die besonders betont sind. Aber es handelt sich um Aspekte unseres christlichen Lebens, die teils bewusst, teils unbewusst bei uns präsent sind. (weiterlesen…)
Unsere Begegnung mit der Pflichtenlehre Immanuel Kants blieb strittig. Es gab Versuche, Kants Ethik näher zu verstehen, auch zu verteidigen – ein Kursteilnehmer schlug vor, die Auffassung der Ethik nach dem Auftreten des Manns aus Königsberg folgendermaßen zu unterteilen: Ethik bis Kant – auf Kants Niveau oder hinter Kant zurückgefallen. Andere schienen nicht dieser Überzeugung zu sein, insbesondere nicht von Kants Argument für die Ablehnung der Güterlehre, weil diese nicht vor dem Hang zum Bösen gefeit sei, man hiermit den Neigungen verfallen sei, wenn man ein Gut anstrebe. Das transzendentale Konzept der Subjektivität, welches offenbar hinter Kants Option für die Pflichtenlehre und die entsprechenden kategorischen Imperative steht, leuchtete manchen Teilnehmer/innen nicht recht ein. Allerdings akzeptierten alle, soweit sie sich äußerten,
Die Sitzung ergab, dass im nächsten Kurs das Thema
behandelt werden soll. Der Dozent versprach, dass die Durchführung des Kurses nicht „dröge“ sein solle. Zur im Kurs verwendeten Literatur vgl. hier.
Zunächst muss sich der Dozent dafür entschuldigen, dass er mit dem Schleiermacherzitat zur Geschichte von Güter-, Tugend- und Sittenlehre und deren Darstellungsweise in einer Ethik bei den Teilnehmenden ein Überforderungsgefühl erzeugt hat, weil dies eben auch nicht in Lexika und Sekundärliteratur wie bei Höffe oder Tugendhat adäquat dargestellt wird. Ich hätte das Zitat schlicht auf einer Seite interpretieren sollen. Schon 1812 war die Behandlung der Güterlehre ganz zurückgetreten, mit der Tugendlehre mag es etwas besser gestanden haben. (weiterlesen…)
In der letzten Sitzung wurden drei Themen festgelegt, die im Kurs nächstes Semester verhandelt werden könnten – und in der kommenden Sitzung abgestimmt werden sollen:
In dieser Sitzung wurden auch zwei typische Texte des Aristoteles besprochen, welcher eine Güterlehre vorträgt und die hierfür nötigen Vernunftpotenziale als Tugenden (z. B. „Tapferkeit“, „Besonnenheit“) bestimmt – bzw. die Verteilung solcher Tugenden bei den individuell Handelnden durch seine „Mitte-Lehre“ zu erfassen sucht, welche jeweils individuelle Lebensgeschichten berücksichtigt. (weiterlesen…)