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	<title>Alltag und Philosophie</title>
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	<description>Im Alltag liegt die Weisheit verborgen ...</description>
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		<title>Krieg und Frieden im NT (TUD)</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 10:03:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Pöttner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Thema war Mt 5,38-42. Nicht die alte Logik „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ soll gelten, sondern die neue Logik soll lauten: „Schlag auf die rechte Backe, dann auch die linke hinhalten!“ Die alte Regel scheint ein nachvollziehbares Rechtssystem einzuschließen, dass z. B. auch unserem Sozialstaat und Rechtsstaat zugrunde liegt. Es könnte ja gemeint sein, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Thema war Mt 5,38-42. Nicht die alte Logik „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ soll gelten, sondern die neue Logik soll lauten: „Schlag auf die rechte Backe, dann auch die linke hinhalten!“ Die alte Regel scheint ein nachvollziehbares Rechtssystem einzuschließen, dass z. B. auch unserem Sozialstaat und Rechtsstaat zugrunde liegt.</p>
<p style="text-align: justify;">Es könnte ja gemeint sein, dass es dann gar keine Gerechtigkeit mehr gibt, stattdessen Frieden? Weil die alte Logik gar nicht friedensstiftend ist?</p>
<p style="text-align: justify;">Wir näherten uns allmählich der Einsicht, dass es hier um gewaltlosen Widerstand geht, welcher keineswegs risikolos ist, weil man tatsächlich auch eine Ohrfeige auf die linke Backe bekommen kann.<span id="more-2475"></span> Aber von Gandhi bis Führer gibt es eben auch gegenteilige Erfahrungen. Und dabei geht es im Sinne der Bergpredigt um „bessere Gerechtigkeit“.</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich sind das nicht Situationen, in denen ein Penner betrunken auf einer Parkbank liegt und von Rowdies geschlagen wird. Auch das Holocaust-Argument zieht bei ruhiger Betrachtung nicht. Die Nationalsozialisten hatten mit ihren Verbündeten im Reichstag keine hinreichende Mehrheit, um die Weimarer Verfassung zu ändern. Erst die Zustimmung von Abgeordneten des Zentrums und auch der Linksliberalen zum „Ermächtigungsgesetz“ ermöglichte die Durchsetzung der Vernichtungsstrategie, die nach der Verfassung ausgeschlossen war. D. h., insbesondere pazifistische Positionen sind darauf angewiesen, auf Umstände hinzuwirken, die es zu Extremsituationen wie damals erst gar nicht kommen lassen.</p>
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		<title>Verständnisvolles Lesen der Bibel IV (TUD)</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 09:37:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Pöttner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[In der semantischen oder thematischen Analyse achtet man darauf, ob die einzelnen Textteile alles relativ einförmig darstellen – oder ob es im Text Gegensätze gibt. Wir hatten als Text 1. Mose 5,1 bis 6,4. Dabei ergaben sich spannende Beobachtungen, die uns auch inhaltlich herausforderten. In Kapitel 5 gibt es zwei Überraschungen. Zunächst wird in Vers [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em>In der semantischen oder thematischen Analyse achtet man darauf, ob die einzelnen Textteile alles relativ einförmig darstellen – oder ob es im Text Gegensätze gibt</em>.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir hatten als Text 1. Mose 5,1 bis 6,4. Dabei ergaben sich spannende Beobachtungen, die uns auch inhaltlich herausforderten.<span id="more-2472"></span></p>
<p style="text-align: justify;">In Kapitel 5 gibt es zwei Überraschungen. Zunächst wird in Vers 1 an 1. Mose 1,26f erinnert. Wichtig und thematisch abweichend sind die Verse 21 bis 24. Anders als die anderen Stammväter der Urzeit wird Henoch „nur“ 365 Jahre alt. Es wird darauf hingewiesen, dass er ein auf Gott bezogenes „frommes“ Leben führte – und ohne zu sterben, zu Gott kam. Dagegen starben alle anderen Urväter. Das ist für Kapitel 5 ein wichtiger Gegensatz: Alle sterben – einer nicht. Betont ist dabei, dass Henochs Lebenswandel auf Gott bezogen war.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine kleinere Abweichung ist in V. 29 mit dem Hinweis auf Noah und der Trost, den er denjenigen bereiten wird, die mit dem verfluchten Acker zurechtkommen müssen.</p>
<p style="text-align: justify;">6,1-4 wechselt das Thema und spricht von den Gottessöhnen, die mit den Menschenfrauen Sex hatten und Kinder zeugten. Zudem ist von den Riesen die Rede, die es damals gab.</p>
<p style="text-align: justify;">Dieser Wechsel in die göttliche Sphäre hat uns dann länger beschäftigt. Es scheint so, dass der Text das zwar irgendwie neutral darstellt, aber jedenfalls bedenklich findet. Er erinnert an die Texte und Bilder anderer Religionen, die Menschliches und Göttliches vermischen – was in der jüdischen Religion eigentlich nicht sein soll.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir verstanden, dass 1. Mose 6,1-4 die göttliche Sphäre nicht eindeutig positiv darstellt. Diese ist nicht eindeutig perfekt. Vor der Sintflut gibt es nicht nur Positives über Gott <em>und </em>die Menschen zu sagen. Das erinnerte uns an die Geschichte vom Baum der Erkenntnis, welche Gott nicht als besonders intelligenten Pädagogen darstellt – und damit ganz Negatives auslöst.</p>
<p style="text-align: justify;">Durch die Themendifferenzierung werden Texte spannender, das haben wir hoffentlich alle ein wenig erlebt.</p>
<p style="text-align: justify;">Am <strong>22.05. </strong>ist dann 6,5-8,22 Thema.</p>
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		</item>
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		<title>Alles Leben lebt von anderem Leben (EfG Griesheim)</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 18:06:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Pöttner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>
		<category><![CDATA[Religion und Mystik]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichen und Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[1 Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Weingärtner. 2 Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, wird er wegnehmen; und eine jede, die Frucht bringt, wird er reinigen, dass sie mehr Frucht bringe. 3 Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. 4 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p style="text-align: justify;">1 Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Weingärtner.</p>
<p style="text-align: justify;">2 Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, wird er wegnehmen; und eine jede, die Frucht bringt, wird er reinigen, dass sie mehr Frucht bringe. <span id="more-2467"></span></p>
<p style="text-align: justify;">3 Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe.</p>
<p style="text-align: justify;">4 Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt.</p>
<p style="text-align: justify;">5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.</p>
<p style="text-align: justify;">6 Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer und sie müssen brennen.</p>
<p style="text-align: justify;">7 Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren.</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">8 Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und ihr meine Schüler werdet.</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Liebe Gemeinde,</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">wir haben schon in der Schriftlesung gehört, dass das Johannesevangelium eine positive Beziehung zum Wein hat. Jedenfalls die Mutter Jesu sah es als erforderlich an, dass Jesus auf der Hochzeit zu Kana für Nachschub sorgte, als der Wein ausgegangen war. Jesus war zunächst etwas unwillig, schließlich willigte er aber doch in dasjenige ein, was seine Mutter wollte – es wurde dann sogar sehr guter Wein &#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich wird das Thema „Wein“ nicht zufällig gewählt. Gibt es in der Antike doch Dionysos, lat. Bacchus, den Gott des Weines, der in einer eigenen Religion ekstatisch vor allem von Frauen verehrt wurde. Das Christentum ist nicht derart ekstatisch gewesen, aber dass der Wein lebens- und Freude spendend ist, akzeptierte man auch hier. Natürlich schmeckt auch Traubensaft gut und bringt Lebensfreude, Suchtprobleme sind nicht nötig!</p>
<p style="text-align: justify;">Jedenfalls ist der Weinstock und sind die Weinreben in ihrer engen Beziehung zueinander als Bilder gut dazu geeignet, um von der Liebe, von der Gemeinde der Liebe zu sprechen, die in der göttlichen Liebe zwischen Vater und Sohn wurzelt.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Weingärtner.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Die Schüler/innen sind die Reben, die an diesem von Gott gepflanzten Weinstock gerne wachsen und Frucht tragen. Der Vater als Weingärtner und das Wort Jesu reinigen sie, sodass sie nichts davon abhält, gute Schüler/innen Jesu zu sein und eben Frucht zu tragen. Wir als Schüler/innen sollen also Trauben tragen – und dazu immer in ihm, in Jesus, bleiben, wie er mit seinen Worten auch in uns bleibt.</p>
<p style="text-align: justify;">D. h., liebe Gemeinde, wir sind diejenigen, die Frucht tragen sollen – und unsere Früchte, die Trauben sollen andere Menschen anziehen und sie sollen ihnen schmecken!</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn die Reben keine Trauben tragen, verdorren sie – und werden verbrannt. Der Weinstock kann sich so erneuern.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir haben hier einen der Texte der Bibel vor uns, der nicht nur so nebenbei davon spricht, dass ganz zentrale Aspekte des christlichen Glaubens mit Bildern dargestellt werden, die Naturvorgänge, wie wir sagen, bezeichnen. Es ist stärker in meiner Generation als der Generation meiner Lehrer wahrgenommen worden, dass dies in der Bibel öfter geschieht. Das sind nicht nur Veranschaulichungen, sondern es steckt mehr dahinter. In der Natur werden Vorgänge beobachtet, die bildspendend für religiöse Vorgänge sein können – jedenfalls versucht man dies, religiöse Vorgänge mittels natürlicher Vorgänge auszudrücken.</p>
<p style="text-align: justify;">Darin sind wir vielleicht nicht so geübt wie die Menschen in der Antike. Ich habe am Donnerstag einen Vortrag in der Nähe von Heilbronn gehalten, darin ging es um Nietzsche und den Gott Dionysos bzw. Bacchus, der auch Gott des Weins war. Bei den ekstatischen Umzügen zerrissen zumeist Frauen Tiere und aßen rohes Fleisch – ein Ritual, bei dem die Frauen symbolisch am Sterben und Auferstehen des Gottes Dionysos teilhatten. Eine Frau, die wohl etwas älter als ich ist, fragte: „Was hat denn dieser Gott mit dem Wein zu tun?“ Für mich war interessant, dass die Gruppe darauf kam, dass das wohl mit der Herstellung von Wein zu tun haben müsse. Vor dem Vergären müssen die Trauben zerstampft, damals wohl mit den Füßen, werden. Die Frau war noch nicht ganz überzeugt: Es sei doch etwas anderes, Fleisch von Tieren abzureißen und roh zu essen als Trauben zu zerstampfen, um daraus Wein herzustellen?</p>
<p style="text-align: justify;">Sie wollte also darauf hinaus, bei den Tieren sei das abstoßend und unmoralisch, während die Trauben als Pflanzen davon nichts merken. Das drückte sie auch so ähnlich aus. Sie war dabei nahe an den Hindus und Buddhisten, die Vegetarier sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Neutestamentler, Kulturphilosoph, Musiker und Arzt Albert Schweitzer hat dagegen eingewendet, <em>dass jedes Leben von anderem Leben lebt.</em> D. h., auch der Vegetarismus entkommt nicht diesem schwierigen Zusammenhang. Man versteht dann leichter, dass Jesus in den ersten drei Evangelien erst 40 Tage in die Wüste geht und von den Engeln ernährt wird. Er ist mit den wilden Tieren zusammen – „und die Engel dienten ihm“, d. h., sie gaben ihm etwas zu essen, wohl himmlische Speise, so Markus.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Christentum und Jesus sind also von Anfang an mit diesem Zusammenhang konfrontiert, das alles Leben von anderem Leben lebt. Unsere Kultur ist dabei nicht einfach als unschuldig verstanden. Aber man kann dem Problem nicht durch Vegetarismus entkommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Man muss diesen Zusammenhang hinter unserem Text hören, um seine Botschaft zu verstehen. Die Gemeinde der Liebe wird über das Weinstockbild mit dem Weingärtner, den Reben und der Frucht, den Trauben, kommuniziert. Das, was wir als Schüler/innen, erbringen sollen, ist Freude an den Trauben. Aber für antike Leser/innen ist klar, dass das sowohl bei Wein und Traubensaft nur durch kulturelle Praktiken möglich ist, welche die Trauben zerstören. Das ist auch beim Essen der Trauben der Fall. Sie werden gekaut und verschluckt. Jedes Leben lebt von anderem Leben.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Weinstockbild gehört zu den Abschiedsreden im Johannesevangelium, die vom baldigen gewaltsamen Tod Jesu bestimmt sind. Das wird, wie Joh 21 sagt, auch dem Petrus und dem Schüler, den Jesus liebte, passieren. Auch dieser hatte ja wohl die Erwartung oder doch die Bitte, dass er nicht sterbe, bis Jesus wiederkommt.</p>
<p style="text-align: justify;">Dass wir als Schüler/innen also im Weinstock, in Jesus bleiben, schließt unseren Tod nicht aus. Wenn wir die Bitte hätten, nicht zu sterben, wird sie nicht erfüllt.</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist schön, wenn wir viel Frucht bringen und Freude spenden. So ist es bei Jesus auch, der Tod des Weinstocks spendet Leben. Aber eben nur Leben, das von anderem Leben lebt – bis wir in den Wohnungen sind, die Jesus beim Vater für uns bereitet hat. Dann sind wir den Uneindeutigkeiten entnommen – und die Liebe ist vollkommen und ohne Schmerz. Dann sind alle Bitten, die wir haben können, ganz erfüllt. Dann sind wir ganz ohne Uneindeutigkeit in ihm, wie er in uns und im Vater ist. Und so werden wir, der Sohn und der Vater verherrlicht.</p>
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		<title>1Kor 11,17-34 (Uni Heidelberg)</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 15:28:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Pöttner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Hintergrund der Thematisierung des Herrenmahls scheint ein auch auf Schichtenzugehörigkeiten bezogener Konflikt innerhalb der korinthischen Gemeinde zu sein (Theißen, Studien zur Soziologie des Urchristentums. [WUNT 19], 3. Aufl. Mohr, Tübingen 1989). Nach Paulus wird das Herrenmahl nur dann „würdig“ vollzogen, wenn alle aufeinander warten und keine/r das (eigene) Mahl „vorwegnimmt“. Dieser Aspekt der Gemeinsamkeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Hintergrund der Thematisierung des Herrenmahls scheint ein auch auf Schichtenzugehörigkeiten bezogener Konflikt innerhalb der korinthischen Gemeinde zu sein (Theißen, <em>Studien zur Soziologie des Urchristentums</em>. [WUNT 19], 3. Aufl. Mohr, Tübingen 1989). Nach Paulus wird das Herrenmahl nur dann „würdig“ vollzogen, wenn alle aufeinander warten und keine/r das (eigene) Mahl „vorwegnimmt“. <span id="more-2464"></span>Dieser Aspekt der <em>Gemeinsamkeit</em> bestimmt auch den Ritualvollzug.</p>
<p>(1)  Jesus nimmt das Brot,</p>
<p>(2)  spricht das Dankgebet,</p>
<p>(3)  bricht das Brot,</p>
<p>(4)  teilt es an alle aus (elliptisch).</p>
<p>(5)  Und alle essen (elliptisch).</p>
<p>(6)  Deutung: <em>Touto</em> ist mein <em>soma</em> für euch.</p>
<p>(7)  Wiederholungsaufforderung für die Handlung/en: <em>Touto poieite.</em></p>
<p>(8)  Nehmen des Bechers (synekdochisch),</p>
<p>(9)  Dankgebet (elliptisch, <em>hosautos</em>).</p>
<p>(10)                    Geben des Bechers an alle.</p>
<p>(11)                    Alle trinken daraus (elliptisch).</p>
<p>(12)                    Deutung: <em>Touto </em>ist der Becher des neuen Bundes aufgrund meines Blutes.</p>
<p>(13)                    Wiederholungsaufforderung für die Handlung/en: <em>Touto poieite.</em></p>
<p>(14)                    Verkündigung des Todes des Herrn bis zu seiner Wiederkunft (Zeithorizont)</p>
<p>Dieser Vorschlag kann im Lauf des Seminars und Semesters präzisiert und korrigiert werden.</p>
<p>Zu <em>paradidonai</em> O. Hofius, „Für euch gegeben zur Vergebung der Sünden“. Vom Sinn des Heiligen Abendmahls, ZThK 95 (1998), 313-337.</p>
<p>Insgesamt zeigte sich, dass eher Kommunikations- und Beziehungsaspekte als Substanzgedanken im Vordergrund stehen. Noch nicht beantwortet ist die Frage, wie eigentlich die Kommunikation bei der Austeilung von Brot und Becher wohl seitens der Schüler eingeschätzt werden muss – bzw. was dies über die Weise der Kommunikation aussagt.</p>
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		<title>Medizinethik/Public Health</title>
		<link>http://alltagundphilosophie.com.www256.your-server.de/2012/05/10/medizinethikpublic-health/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 18:19:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Pöttner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Thema „Gesundheit“ wird gesellschaftlich als öffentliches Gut betrachtet, entsprechend gibt es ein gesellschaftliches Subsystem, das darauf spezialisiert ist, Gesundheit zu befördern. Die Thematik behandelt also in unserer Klassifikation einen Fall der Güterethik, in Deutschland werden knapp 11 % des Bruttoinlandsprodukts dafür aufgebracht. Man darf unterstellen, dass den Menschen ein Recht auf Gesundheit zugestanden wird. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Das Thema „Gesundheit“ wird gesellschaftlich als <em>öffentliches Gut</em> betrachtet, entsprechend gibt es ein gesellschaftliches Subsystem, das darauf spezialisiert ist, Gesundheit zu befördern. Die Thematik behandelt also in unserer Klassifikation einen Fall der Güterethik, in Deutschland werden knapp 11 % des Bruttoinlandsprodukts dafür aufgebracht. Man darf unterstellen, dass den Menschen ein Recht auf Gesundheit zugestanden wird.<span id="more-2462"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Gesundheit</strong> des Menschen ist laut <a title="Weltgesundheitsorganisation" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Weltgesundheitsorganisation">Weltgesundheitsorganisation</a> <em>„ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von <a title="Krankheit" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Krankheit">Krankheit</a> oder <a title="Gebrechen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gebrechen">Gebrechen</a>.“</em><sup><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gesundheit#cite_note-WHO-Verfassung_dt-0">[1]</a></sup> („Health is a state of complete physical, mental and social well-being and not merely the absence of disease or infirmity.“) <sup><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gesundheit#cite_note-WHO-Verfassung_orig-1">[2</a> </sup></p>
<p style="text-align: justify;">Sicher ist das nur in Grenzen erreichbar – aber als Leittendenz oder regulative Idee ist die Definition der WHO immerhin akzeptabel. Gesundheit ist eine Voraussetzung für die Autonomie des Individuums, aber natürlich können Medizin und Public Health nur dasjenige leisten, was wissenschaftlich bekannt und von der Mehrheit der Gesellschaft als kostenverträglich eingeschätzt wird. Insofern ergeben sich hier Gleichheits- und Gerechtigkeitsfragen, die inzwischen weithin den öffentlichen Diskurs über das Thema bestimmen. Ebenso lässt sich darüber aufklären, wieso es ethisch durchaus zu begrüßen ist, dass es konkurrierende medizinische Konzeptionen und Heilberufe gibt – Konkurrenz im Blick auf das Wohl der Patient/inn/en ist nicht zu beanstanden. Auch der in medizinethischen und Public-Health-Ethik-Positionen nicht selten vertretene Utilitarismus ist gerechtfertigt, sofern Positionen wie diejenige von <em>Stuart Mill</em> akzeptiert sind, welcher die Würde des Individuums für unverletzlich erklärt. Ansonsten sind die in Public Health gewöhnlich vertretenen Ablehnungen von sozialer Ungleichheit berechtigt, weil diese offensichtlich Gesundheitsnachteile nach sich ziehen können. D. h., eine sozial egalitärere Gesellschaft scheint einen verbreiterten <em>allgemeinen</em> Gesundheitszustand hervorzubringen, was die ethische Diskussion um das Gesundheitssystem nochmals erweitert. Eben in diesem Argument liegt eine Stärke der utilitaristischen Position. Eine sozial egalitärere Gesellschaft ist anzustreben – und das gilt eben durchaus weltweit.</p>
<p style="text-align: justify;">Offiziell – und ich akzeptiere dies – werden in der Bundesrepublik angeblich mögliche gentechnologische Optimierungen des Menschen abgelehnt. Ebenso erscheint mir die vernutzende Forschung an „überzähligen“ Embryonen nicht gerechtfertigt, weil diese dazu bestimmt waren, in eine Gebärmutter eingesetzt zu werden, mithin eine <em>reale Möglichkeit</em> besitzen, ein Mensch zu werden. Auch dies scheint heute sogar juristisch weithin akzeptiert zu sein, ethisch ist es m. E. klar – und erfordert nur klares Nachdenken.</p>
<p style="text-align: justify;">Dies gilt m. E. auch für die Frage, ob es erlaubt ist, dass Ärzt/inn/en Sterbehilfe leisten. Sofern dies ein/e Patient/in <em>ausdrücklich</em> wünscht, ja. Ohne einen solchen Wunsch nicht. Denn dies ist von der Autonomie des jeweiligen Individuums abhängig – also hängt dies von den Erklärungen der Patient/inn/en ab.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Autonomie des Individuums ermöglicht es auch, nach dem Spenden von Organen zu fragen, was jetzt Gesetz geworden ist. Natürlich ist für jeden Pragmatisten leicht erkennbar ist, dass der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hirntod">Hirntod</a> schwerlich ohne die Transplantationsdebatte derart präjudiziert würde, doch liegt dies in der Entscheidung des gut informierten Individuums. D. h., wer der Überzeugung ist, er oder sie sei noch gar nicht tot, wenn der Hirntod festgestellt ist, erteilt keine Erlaubnis zur Organspende. Insgesamt ist also das auch bei Mill deutlich vertretene Autonomiekonzept des Individuums eine ethisch ausschlaggebende Grenze von sozialen Regeln, <em>auch wenn diese für einen Teil der Bevölkerung Vorteile bedeuten würden</em>.</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Krieg und Frieden aus der Sicht des NT</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 09:01:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Pöttner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://alltagundphilosophie.com.www256.your-server.de/?p=2460</guid>
		<description><![CDATA[Die Seligpreisungen der Sanftmütigen und der Friedenstifter und deren Begründung durch ihr zukünftiges Sein (Besitzer der Erde, Kinder Gottes [Mt 5,5.9]) wurden ausführlich und m. E. sehr gut diskutiert. Dabei sind emotionale Grundstimmung (Sanftmut) und Aktivität (Frieden schaffen bzw. stiften) präsent. Die Bergpredigt thematisiert gegenteilige Emotionen wie den Zorn negativ und versteht sie auch als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Seligpreisungen der Sanftmütigen und der Friedenstifter und deren Begründung durch ihr zukünftiges Sein (Besitzer der Erde, Kinder Gottes [Mt 5,5.9]) wurden ausführlich und m. E. sehr gut diskutiert. Dabei sind emotionale Grundstimmung (Sanftmut) und Aktivität (Frieden schaffen bzw. stiften) präsent. Die Bergpredigt thematisiert gegenteilige Emotionen wie den Zorn negativ und versteht sie auch als problematisch. Also ist es notwendig, die schlimmen sozialen Folgen zu vermeiden, wenn man schon die Emotionen nicht verhindern kann.<span id="more-2460"></span></p>
<p>Anhand des Pfarrers Führer an der Leipziger Nikolaikirche wurde die Realitätsnähe der eindeutigen Haltung der Bergpredigt getestet. Sind doch die „Friedensgebete“ sowohl sanftmütig als auch friedensstiftend gewesen – und sie haben den Konflikt nicht verschlimmert. Ob es nicht dennoch eine biotische Neigung zu Gewalttaten im Menschen gebe, wurde immerhin erwogen.</p>
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		<title>Verständnisvolles Lesen der Bibel III (TUD)</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 08:42:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Pöttner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir haben an 1. Mose 4 nochmals unsere Gliederungsprinzipien erprobt. 4,1-2: Adam, Eva, Kain und Abel als Söhne der beiden 4,3-16: Neid angesichts der Bevorzugung Abels durch den Herrn: Kain erschlägt Abel; Vertreibung und Schutz Kains. 4,17-24: die Geschlechter seit Kain: Lamech und sein Lied 4,25-26: Adam und Eva bekommen einen neuen Sohn. &#160; Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben an 1. Mose 4 nochmals unsere Gliederungsprinzipien erprobt.</p>
<p>4,1-2: Adam, Eva, Kain und Abel als Söhne der beiden</p>
<p>4,3-16: Neid angesichts der Bevorzugung Abels durch den Herrn: Kain erschlägt Abel; Vertreibung und Schutz Kains.</p>
<p>4,17-24: die Geschlechter seit Kain: Lamech und sein Lied</p>
<p>4,25-26: Adam und Eva bekommen einen neuen Sohn.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Text verwendet also sowohl die Gliederung durch <em>Wiederholung</em> und leichte Variation (Geschlechterfolge) als auch durch <em>Abwechslung</em> (Opfer, Mord usf.).<span id="more-2458"></span></p>
<p>Religiös wurde intensiv die Beteiligung des Herrn an Kains Mord diskutiert. Wie mitverantwortlich ist er dafür? Kein Vegetarier? Das Problem verschiedener <em>Gottesbilder</em> erschien.</p>
<p>Ein Sonderproblem: Opfer vor dem Gebet (4,26)?</p>
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		<title>Lk 2,1-20 (TUD: Krieg und Frieden im NT)</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 08:08:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Pöttner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Religion und Mystik]]></category>
		<category><![CDATA[Wie wollen wir leben?]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Natürlich stand der Chor der „Himmlischen Heerscharen“ mit Recht in einem Fokus der Aufmerksamkeit. Er singt aber wenig militärisch vom „Frieden auf Erden“, der von dem in ärmlichen Verhältnissen geborenen göttlichen Kind ausgeht. Dieses steht im Gegensatz zum Kaiser Augustus, der für eine Steuerschätzung verantwortlich ist, weshalb Josef mit seiner schwangeren Frau Maria in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Natürlich stand der Chor der „Himmlischen Heerscharen“ mit Recht in einem Fokus der Aufmerksamkeit. Er singt aber wenig militärisch vom „Frieden auf Erden“, der von dem in ärmlichen Verhältnissen geborenen göttlichen Kind ausgeht. Dieses steht im Gegensatz zum Kaiser Augustus, der für eine Steuerschätzung verantwortlich ist, weshalb Josef mit seiner schwangeren Frau Maria in seine Heimatstadt Bethlehem musste. Der Text erweckt mithin den Eindruck, dass die mit Kaiser August verbundene <em>Pax Romana</em>, der „Frieden des Römischen Reiches“ zumindest etwas komplizierter zu betrachten ist.</p>
<p>Die „Hirten auf dem Feld“ stehen für eine wenig wohlhabende Bevölkerungsgruppe, die das Kind aufsucht. Symbolisch erinnern sie aber auch an die Davidstorys, denen zufolge der Hirtenjunge David zum ersten König Israels wurde, woran zeitgenössische messianische Hoffnungen im Judentum anknüpften – und die auch ein Problem des frühen Christentums darstellten.</p>
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		<title>Oberes Zabergäu 10.05.</title>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2012 15:03:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Pöttner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Präsentation für den 10.05.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bildungundalltag.de/Oberes_Zabergau.pdf">Präsentation für den 10.05.</a></p>
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		<title>Präsentation Oberes Zabergäu</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 07:59:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Pöttner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Philosophie im Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bildungundalltag.de/Philosophische_Probleme_an_der_Jahrhundertwende_vom_19.pdf">Philosophie im Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert</a></p>
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